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Die Feuerwehr leben

 |   Erstellt von Pressewart  |    Berichte

Zwölf neue Truppführerinnen und Truppführer für die Feuerwehren in Kappeln und Umgebung.

Sich für andere engagieren, die Hilfe brauchen oder in Not geraten sind. Für Michael Deeg und Stefan Kunte eine Lebensaufgabe und so sagen beide: „Zur Feuerwehr wollte ich eigentlich schon immer“. Bereits im Jahr 2019 setzten sie ihre Pläne in die Tat um und traten als aktive Mitglieder ihrer örtlichen Feuerwehr in Ellenberg und in Faulück bei. Diese sind nur zwei der insgesamt elf Feuerwehren aus der Stadt Kappeln und dem Amt Kappeln-Land, welche die Grundlehrgänge ihrer eigenen Feuerwehrleute gemeinsam organisieren.  
Ausbildungsleiter Axel Kühn von der Feuerwehr Arnis konnte am vergangenen Freitag insgesamt zwölf Kameradinnen und Kameraden zur Truppführungs-Abschlussprüfung am Gerätehaus in Kopperby begrüßen, darunter auch zwei von der Feuerwehr Maasholm, die sich dem Lehrgang ihrer Nachbargemeinde anschlossen. Deeg und Kunte waren ebenfalls mit von der Partie und blickten auf spannende Lehrgangstage zurück. Auch dieses Mal hatte sich das Ausbilderteam abwechslungsreiche und praxisnahe Szenarien aus den Bereichen der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung überlegt, die sich in realen Einsätzen auch so ereignen könnten. „Wir haben vorher immer alles kurz besprochen und durften dann selbst ran. Wir haben echtes Feuer gelöscht, sind mit Blaulicht zum Einsatz gefahren.“ Die beiden Absolventen sprachen auch für ihre Kolleginnen und Kollegen und lobten die stets lockere Atmosphäre im Team: „Die Ausbildenden sind keine Lehrer, sondern arbeiten mit uns zusammen und geben ihr Wissen und ihre Erfahrung auf Augenhöhe an uns weiter.“

Als am Freitagabend in der Dämmerung zwei Löschfahrzeuge auf eine Wiese in Kopperby einbogen, konnten sich Ausbilder und die zahlreich erschienenen Gäste aus Feuerwehr, Politik und Stadtvertretung mit eigenen Augen davon überzeugen, dass bei den Absolventinnen und Absolventen jeder Handgriff saß. Mit schwerem hydraulischen Gerät, elektrischen Sägen und pneumatischen Hebekissen galt es, eine unter einer Scheibenegge eingeklemmte Person (in diesem Fall eine Übungspuppe) möglichst schnell und schonend zu befreien. Zudem musste ein Feuer direkt neben der Unfallstelle unter Einsatz mehrerer Strahlrohre und unter Atemschutz abgelöscht werden. Bereits nach einer halben Stunde konnten alle Aufgaben erfolgreich und zur vollen Zufriedenheit der Ausbildenden abgeschlossen werden.
Die Manöverkritiken von Hartmut Christophersen, stellvertretender Fachwart für die Truppführungsausbildung auf Kreisebene, sowie von Jens Knutzen, Ausbildungsleiter im Amt Geltinger Bucht, fielen bei der anschließenden Zusammenkunft im Kopperbyer Gerätehaus entsprechend positiv aus. Beide freuten sich über die zwölf neuen bestens ausgebildeten Einsatzkräfte. Helmut Schulz, Bürgervorsteher der Stadt Kappeln, überbrachte die Grüße der Stadtvertretung und zeigte sich um den einwandfreien Brandschutz und dessen Nachwuchs in Stadt und Land sehr zufrieden. Seinen Glückwünschen an alle neuen Truppführerinnen und Truppführer schloss sich Kappelns Bürgermeister Joachim Stoll an: „Die Feuerwehr lebt von den Menschen dahinter und Sie alle leben die Feuerwehr.“
Ausbildungsleiter Axel Kühn übernahm gemeinsam mit Bürgermeister Stoll und Kappelns stellvertretendem Gemeindewehrführer Rainer Seehusen die Urkundenübergabe. Er dankte seinem Team und freute sich über das stetige Zusammenwachsen aller Feuerwehren in Gemeinde und Amt. Seine Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer können nun in ihrer Feuerwehrkarriere weiter durchstarten und Fachausbildungen auf Kreis- und Landesebene beginnen. Für Stefan Kunte geht es bereits im Oktober zum Maschinisten-Lehrgang nach Schleswig. Auch Michael Deeg freut sich auf viele weitere Jahre im Einsatzdienst in Ellenberg und die vielen verschiedenen feuerwehrtechnischen Weiterbildungen.

Ein Trupp unter Atemschutz geht zur Brandbekämpfung an einem Container vor.
Ein Trupp unter Atemschutz geht zur Brandbekämpfung an einem Container vor.
Mit hydraulischer Rettungsschere werden Metallteile zerschnitten, um den Weg zur Patientenrettung freizuräumen.
Mit hydraulischer Rettungsschere werden Metallteile zerschnitten, um den Weg zur Patientenrettung freizuräumen.
Die Einsatzstelle mit beiden Fahrzeugbesatzungen. Im Vordergrund die so genannte Schlauchreserve des zweiten Trupps.
Die Einsatzstelle mit beiden Fahrzeugbesatzungen. Im Vordergrund die so genannte Schlauchreserve des zweiten Trupps.
Zwei Trupps bei der Brandbekämpfung.
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